Abklärungswerkstatt

Im Rahmen der ersten Konzeptstufe der Massnahme arbeiten die Eingewiesenen in der klosterinternen Abklärungswerkstatt. Diese Werkstatt ist auf zwei Geschossen im Klosterge­bäude untergebracht und es werden Arbeiten im Bereich Holz und Metall angeboten. Die Abklärungswerkstatt wird von zwei Berufsfachleuten geführt und es können maximal acht Eingewiesene beschäftigt werden.

Die Abklärungswerkstatt arbeitet sehr eng mit den Ausbildungsbetrieben zusammen, da die Erkenntnisse und Empfehlungen aus dieser ersten Kon­zeptstufe sehr wertvoll sind für den weite­ren Berufswahlprozess.

Die Aufgaben und Ziele der Abklärungswerkstatt lassen sich grob wie folgt beschreiben:

Eintritt

Im Rahmen der Eintrittsphase werden die Schwerpunkte in der Abklärungswerkstatt gelegt auf:

  • "Ankommen" der Eingewiesenen im Massnahmenzentrum
  • Schaffung einer guten Atmosphäre
  • Gemeinsame Auseinandersetzung mit der Massnahme.

Eignungs- und Neigungsabklärung

Es werden Abklärungen vorgenommen und Entscheidungsgrundlagen erarbeitet, um die berufliche Ausrichtung der Eingewiesenen festzulegen. Dies wird erreicht durch:

  • Ausführung von praxisbezogenen Arbeiten
  • Durchführung von verschiedenen Tests und Führung von Gesprächen
  • Miteinbezug von schulischen und praktischen Erfahrungen und Fähigkeiten
  • den internen Schulleistungstest
  • Vermittlung der Ausbildungsangebote
  • eventuell auch durch eine externe Berufsberatung.

Förderung der sozialen Kompetenzen und Arbeitshaltung

Um dies zu erreichen, werden im Rahmen der umfangreichen Arbeiten im Holz- und Metall­be­reich kleine Serienarbeiten und Produkte aus unserem Sortiment hergestellt. Ebenso werden Einzelanfertigungen und kreative Arbeiten umgesetzt.

Planung und Durchführung von Arbeitstrainings und Schnuppereinsätzen in den Ausbildungsbetrieben

Mit dem Arbeitstraining für Eingewiesene, nach der ersten Eignungsabklärung in der ge­schlossenen Abklärungswerkstatt, wird das Ziel verfolgt, dass sich der Eingewiesene im offe­nen Rahmen der Beschäftigung bewährt und stabilisiert. Er soll Ausdauer und Konzentration bei der Arbeit trainieren. Zudem wird Zeit geschaffen für eine fundierte Wahl der zukünftigen beruflichen Grundbildung.

Im Rahmen des Arbeitstrainings arbeitet der Eingewiesene als Erstes für ca. sechs Wochen in der Landwirtschaft. Gegen Ende dieses Einsatzes werden Schnupperpakete für Einsätze in den anderen Ausbildungsbetrieben festgelegt.

Ziel beim Übertritt in einen Ausbildungsbetrieb

Das Ziel ist, dass der Eingewiesene nach dem Arbeitstraining und nach den Schnuppereinsätzen in den Betrieben sich für eine berufliche Grundbildung entscheidet, welche am ehesten sei­nen Inte­ressen und Fähigkeiten entspricht.

Normalerweise findet im Verlauf des Arbeitstrainings der Übertritt von der geschlossenen in die offene Wohnabteilung statt.

Mehr Informationen zu unseren Ausbildungsbetrieben finden Sie im Re­gister Aus­bildungsbetriebe, zu den angebotenen Grundbildungsmöglichkeiten im Register Ausbil­dung.

Blick in die Metallwerkstatt

Blick in die Metallwerkstatt (oben) und Holzwerkstatt (unten)

Blick in die Holzwerkstatt